Angst vor Schlangen

angst-schlangeDu leidest unter einer Angst vor Schlangen? Doch woher kommt diese eigentlich, fragst Du Dich? Was steckt dahinter? Und wie kannst Du gegen diese Phobie vorgehen? In unserem Beitrag erfährst Du alles, was Du hierzu wissen musst!

Was ist die Angst vor Schlangen?

Nur wenige Tiere rufen so viel Angst und auch Ekel hervor wie Schlangen. Dies ist besonders in den westlichen Industrienationen zu beobachten, wo Schlangen nun mal nichts Alltägliches sind. Obwohl (oder gerade weil) kaum jemand wirklich mit diesen Reptilien in Kontakt tritt.

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Zwar ist sie im Alltag nicht sonderlich präsent – einfach, weil wir schon in den Zoo oder in die Tierfachhandlung gehen müssen, um eine Schlange zu sehen. Doch ist die Furcht mehr oder weniger präsent. Und trägt nicht dazu bei, sich ruhig und entspannt zurücklehnen zu können. Belastend ist sie daher durchaus – mit mehr oder weniger großen Auswirkungen.

Worauf lässt sich die Angst vor Schlangen zurückführen?

Untersuchungen haben es jüngst gezeigt: Unsere Angst vor den Schlangen ist nicht angeboren. Sondern vielmehr erlernt! Ein Befund, der viele überrascht hat.

  • In diesem Zusammenhang wurden Experimente mit Dreijährigen unternommen.

  • Diese mussten ein Puzzle betrachten, das aus insgesamt neun verschiedenen Bildern bestand.

  • Nun sollten sie einen Frosch, eine Blume sowie eine Schlange entdecken.

  • Die Bilder mit den Schlangen konnten dabei sehr viel schneller identifiziert werden.

Daraufhin schlossen die Forscher, dass die menschliche Wahrnehmung speziell darauf ausgerichtet ist, gefährliche Tiere wie Schlangen möglichst schnell zu entdecken.

Auch ein weiteres Experiment mit Babys ist in diesem Zusammenhang zu nennen. So schauten die Kleinkinder Videos mit einer Schlange sowie mit einem Elefant. Zeitgleich dazu wurde eine ängstliche oder eine fröhliche Stimme vom Band abgespielt. Erklang die ängstliche Stimme, sahen die Babys das Schlangen Video deutlich länger an.

  • Daher werden bestimmte Tiere wie etwa Schlangen von klein auf mit negativen Empfindungen wie Angst oder Ekel verknüpft.

  • Eine Veranlagung, die also nicht vererbt wird.

  • Sondern im Laufe der Zeit erlernt.

    Hilfe gegen Panik

Aus Sicht der Evolution ist dies durchaus sinnvoll. Schließlich konnte es damals lebensrettend sein, sich vor Schlangen in Acht zu nehmen! Zumal nicht wenige dieser Reptilien nun mal giftig sind und somit potenziell gefährlich. Besonders in bestimmten Gegenden ist es daher durchaus sinnvoll, sich von Schlangen so gut es geht fern zu halten.

Wie die Angst vor Schlangen überwinden?

Teilweise wird diese – durchaus ja begründete – Angst so groß, dass eine wahre Phobie besteht. In diesem Fall wird die Furcht vor den Schlangen übermäßig groß. Und ist der Situation nicht mehr angemessen!

  • Dies ist dann der Fall, wenn beim Anblick einer Schlange eine blockierende und lähmende Panikattacke einsetzt.

  • Hierzu können Symptome wie starkes Herzklopfen oder -rasen, Schweißausbrüche, Schwindel und Zittern auftreten.

  • Diese körperlichen Aktivierung wird als sehr unangenehm empfunden.

  • Und dieses negative Wahrnehmen verstärkt die Angst umso mehr!

Die Folge davon ist: Diese Situation – also der Anblick der Schlange – wird so gut es geht vermieden. Doch lässt man hier zu, dass die Phobie nur noch größer und mächtiger wird. Und immer mehr Einfluss gewinnt…

  • Hier kann eine Therapie helfen.

  • Als sehr wirksam hat sich in diesem Zusammenhang eine Verhaltens- beziehungsweise eine Konfrontationstherapie erwiesen.

Der Patient begegnet also direkt der Schlange. Und setzt sich dieser Begegnung – und seiner Angst – so lange aus, bis die körperlichen Symptome verschwinden. Dies ist in der Regel nach wenigen Minuten der Fall.

  • Der Betreffende erlebt hierbei einen Angstabfall.

  • Und erfährt, dass diese Situation für ihn nicht so schlimm und lebensbedrohlich wie erwartet ist.

  • Eine sehr positive Erfahrung, die die Angst vor Schlangen wirksam bekämpft – und schließlich zu deren Überwindung führt.

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