Angst vor Bakterien

Die Angst vor Bakterien wird auch als Mysophobie bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine übersteigerte und fast schon krankhafte Angst vor Kontakt mit Viren, Schmutz oder Bakterien. Ebenso wird ein starkes Meidungsverhalten bei Bakterien praktiziert.



Dabei handelt es sich um eine psychische Zwangsstörung, welche bei vielen Menschen auftritt. So wird vermieden Türklinken, Telefonzellen, Toiletten oder öffentliches Geld zu nutzen. Dieser Zustand kann das alltägliche Leben derart beeinträchtigen, dass es kaum noch möglich ist, alltäglichen Gegebenheiten nachzugehen. Dabei entstehen Panikgefühle, sobald Kontakt mit dem Schmutz entsteht.

Welche Behandlungsmethoden existieren?

Gearbeitet wird mit der Verhaltenstherapie und der Gesprächstherapie. Dabei wird mittels der Verhaltenstherapie das Verhaltensmuster verändert. In kleinen Schritten mit der betroffenen an Aktionen herangeführt, die ihn dazu zwingen, bakteriell beladene Dinge anzufassen. So beispielsweise Bücher, Türklinken oder ähnliches. Dabei geht es darum, dass sich der betroffenen Stück für Stück daran gewöhnt, eben diese Dinge zu berühren.

Bei der Gesprächstherapie wird über die Problematik gesprochen. Auch über die Vergangenheit und vergangene Zustände. Auf diese Weise wird der Betroffene an diesen Zustand herangeführt und es wird erörtert, wo die Ursachen für diesen Zustand liegen kann.

Was sind die Ursachen dieser Angst vor Bakterien?

Die Ursachen liegen sehr oft in einer persönlichen Krise. Irgendwann im Laufe des Lebens ist diese Krise ausgebrochen. Schließlich hat sie soweit geführt, dass man versuchte durch Zwangshandlungen Kontrolle zu gewinnen. Beispielsweise, indem man vermeidet mit Bakterien in Kontakt zu geraten. Das Ganze ist zurückzuführen auf eine Situation, die nicht kontrollierbar war. Jeder, der mit diesen Umständen konfrontiert ist sollte wissen, dass es zahlreiche Ursachen geben kann, die eine solche Zwangshandlung erzeugen.

Beispielsweise gibt Situationen, in denen Missbrauch stattfand. Oft sind diese Neurosen auch auf Traumen aus der Kindheit zurückzuführen. Wichtig ist dabei, dass man sich bewusst diesen Problemen stellt und bewusst daran arbeitet. In allein auf diesem Wege kann man sich aus derartigen Zwangssituationen befreien und einer normalen Lebensführung nachgehen.

Eine Angst, die das gesamte Leben beeinflussen kann

Diese Angst kann so weit gehen, dass das gesamte Leben extrem negativ beeinflusst wird. Im schlimmsten Falle so weit, dass man kaum noch lebensfähig ist. Daher ist es wichtig, dass man immer wieder Anschluss sucht, um diese Zwangsstörung in den Griff zu bekommen. Am besten ist die Kommunikation mit einem Psychologen, der sich genau auskennt.

 

 

Die Symptome dieser Zwangsstörung

Die Symptome sind denen einer Panikstörung ähnlich, wenn es zu einem Panikausbruch kommt. Zunächst wird der Betroffene alles tun, um Kontakt mit öffentlichen Gegenständen wie Türklinken, Geldscheinen, Fenstern, öffentlichen Verkehrsmitteln oder ähnlichem zu vermeiden. Sollte es dennoch so weit kommen, dann entstehen Zustände, die panikähnlich sind. Dazu gehört Herzrasen, übertriebene Angstzustände, Schüttelfrost, Beklommenheit oder Erbrechen. Das ganze kann so weit gehen, dass man den gesamten Alltag nicht mehr ordnungsgemäß ableisten kann. Im schlimmsten Falle geht es soweit, dass man kaum noch lebensfähig ist und sich nicht mehr aus dem Haus traut. Ist dieses Stadium erreicht, dann spricht man auch von einer Agoraphobie. Jeder, der unter einer solchen Panikstörung leidet und etwas gegen diese Zwangsstörung unternehmen möchte, der sollte unbedingt einen Psychologen aufsuchen und vor allem Ursachenforschung betreiben.