Angst Symptome

Furcht kann sowohl organisch bedingte psychologische Störungen als auch erlebnisreaktive, neurotische ferner persönlichkeitshaftende Zustände als Symptomkomplex kennzeichnen.



Angststörungen sensibilisieren sich auf Ängste, deren Dimension, Gefahrenbewertung und/oder in Dauerhaftigkeit der Symptome unverhältnismäßig kräftig sind. Derweil werden sie im subjektiven Entscheid als unrealistisch eingestuft. Sie gehen mittels einem hohen Leidensdruck und einer elementaren psychosozialen Befindlichkeit einher.

Furcht drückt Bedrohung aus und verweist auf Gefahren. Etliche Lernprozesse innerhalb der bestimmen entwicklungspsychologischen Stufen bereiten eine Differenzierung in der Kognition und Bewertung von internen und äußeren Gefahren. Jene beeinflussen das Ausmaß des individuell tolerierten Angstniveaus und bilden damit auch die verschiedennen Verhaltensmuster. Solcherart ist Furcht ein normalpsychologisches Mysterium von hohem Wert.

Angstgefühl zählt zu den grundlegenden Emotionen des Leute und liegt als Primäraffekt bereits zu Beginn der körperlichen Tendenz vor. Als biosoziales Vorzeichen trägt Angst entscheidend zu einer sicheren zwischenmenschlichen Anhänglichkeit und risikobewussten Kontroverse mit der Umwelt bei.

Furcht manifestiert sich stets auf verschiedenen Ebenen:

1. auf einer nicht objektiven Ebene in Form bestimmter Wahrnehmungen

2. auf einer motorischen Ebene in Beschaffenheit bestimmter Verhaltensweisen

3. auf einer physiologischen Fläche in Form physischer Reaktionen

 

 

Angststörungen gehören zu den meisten psychischen Störungen in der Bevölkerung.
Die Lebenszeithäufigkeitsrate (weite Verbreitung) liegt auf einen Nenner gebracht bei 15-20%.

Frauen erkranken insgesamt mehrfach so oft an Angststörungen als Männer. Die geschlechtsspezifischen Kontrapunkte sind bei Panikstörungen und Platzangst besonders deutlich, bei der sozialen Angst minder ausgeprägt.

Psychopathologische (krankhafte) Bedeutsamkeit erlangt Furcht lediglich durch ein Zuviel oder ein Zuwenig und weist unserer Ansicht nach unter anderem auf eine Schwierigkeit des Gefühlslebens hin.

Angst & Krankheitszeichen

Ängste beim

Shoppen
in der Schlange
an der Ladenkasse
im Lichtspielhaus
im Zug oder Luftfahrzeug
beim Autofahren
im Rückstau oder an der roten Petroleumleuchte
einzig und allein zu Hause
unter Personen …oder in haufenweise anderen völlig durchschnittlichen Situationen.

Risikofaktoren

Unter den untersuchten Variablen scheint alleinig der Familienstand elementar zu einer Risikoträchtigkeit beizutragen. Panikstörung, Agoraphobie, soziale Phobie und gezielte Phobien sind unter getrennt lebenden, geschiedenen und verwitweten Menschen öfter als unter verheirateten, allein Bestehenden oder nie verheirateten Menschen.

Hausfrauen ohne Einbezug von einer außerhäuslichen Berufstätigkeit weisen in Anbetracht der generalisierten Angststörung ein 2,5fach potenziertes Risiko auf.

Mit typischen Angstgedanken wie z.B.:

– „Das ist bestimmt eine Herzattacke.“
– „Jetzt sterbe ich alsbald.“
– „Ich werde verrückt.“ etc.

Sorge krank zu werden oder zu sein
Sorge sich übergeben zu müssen
Sorge einen Herzmuskelinfarkt zu erleiden
Furcht Durchfall zu bekommen …oder andere andere körperbezogenen Ängste.

Mit und abzüglich der Panikattacken !

Je nach Besonderheit und Verselbständigung der Angststörung entwickelt sich nahe sozialer Isolation oft auch eine deprimierte Symptomatik bis hin zur manifesten Schwermut.
Es ist für uns völlig klar, dass ein Jahre über Jahre Angstbetroffener mit steigernder Verselbständigung der Angstgefühle und -Krankheitszeichen nicht hochgestimmt sein kann…

Alle an dieser Stelle genannten Ängste stehen kommissarisch für die breite Vielschichtigkeit von angstbesetzten und damit einschränkenden Gegebenheiten, Symptomen und Empfindungen. Sie werden im Diagnoseschlüssel der ICD10 (International Classification of Disease) barsch codiert.

Bei manchen Betroffenen können sich Panikattacken nachrangig bis zu mehreren Stunden, mit abgeschwächten Krankheitszeichen, erstrecken. Bei sonstigen Betroffenen stehen mehr psychologische Symptome (Angstgedanken, Derealisation, Depersonalisation) im Vordergrund, derweil die typischen physischen Krankheitszeichen kaum vorhanden sind.