Angststörung

Du möchtest mehr über da Thema Angststörung erfahren? Vielleicht, weil Du selbst unter einer solchen leidest? Doch was ist eigentlich die genaue Definition dieser Krankheit? Und was solltest Du noch alles wissen? In diesem Beitrag erfährst Du es!


    1. Was ist die Angststörung?

Angst dient zunächst mal als Sammelbegriff, unter der eine Vielzahl von verschiedenen Ängsten zusammengefasst werden. Dies reicht von konkreten Befürchtungen, den Phobien, bis hin zu einer ausgeprägten Angst, die genereller Natur ist.

  • Dennoch lässt sich eine genaue Definition nur schwer formulieren.

  • Denn häufig werden hierfür unterschiedliche Kriterien seitens der Autoren verwendet.

Fest steht jedoch:

  • Die Ängste sind in der Regel „übertrieben“ und „unangemessen“, sie entsprechen also NICHT der gegenwärtigen (Bedrohungs-)Lage.

  • Sie sind jedoch sehr ausgeprägt und bestehen über einen längeren Zeitraum hinweg unvermindert fort.

  • Zudem treten sie ohne konkrete Gefahr oder Bedrohungswahrnehmung auf.

  • Und dominieren das Leben zunehmend.

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Von einer Phobie sollte man die Angststörung jedoch klar abgrenzen. Denn bei der ersteren sind die Ängste beziehungsweise die Befürchtungen auf etwas ganz Konkretes wie etwa eine Situation (öffentliche Veranstaltungen mit großen Menschenmengen, Flugreisen, Zahnarztbesuche) oder Objekte und Lebewesen (Spinnen) bezogen. Die Angststörung bleibt hingegen diffuser Natur.

      1. Was ist die Angststörung Definition?

Hierzulande wird, wie in dem Großteil der anderen europäischen Staaten auch, die sogenannte ICD der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine Definition herangezogen. Hierbei werden Angststörung, Phobien und Panikattacken in der ICD 10, dem modernen Klassifikationssystem, beschrieben.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den phobischen Störungen nicht direkt um eine Angststörung – trotzdem finden sie in einem gemeinsamen Kapitel Erwähnung. Ein Grund hier könnte sein, dass die Symptome bei beiden mehr oder weniger gleich sind. Und diese Symptome werden häufig von den Patienten an erster Stelle genannt – die Angst ist für sie also nicht das zentrale, das hervorstechende Symptom!

  • So erfolgt eine ICD 10 Unterteilung in Panikstörungen, spontan auftretende Angstattacken, die unvermutet zuschlagen und nicht auf eine konkrete Situation oder ein ganz bestimmtes Objekt gerichtet sind. Sie beginnen plötzlich, der Höhepunkt ist bereits nach wenigen Minuten erreicht. In der Regel dauern sie bis zu einer halben Stunde an.

  • Zudem ist an dieser Stelle die generalisierte Angststörung zu nennen. Hierbei sind eine permanente Anspannung, große Besorgnis und Befürchtungen zu beobachten, die sich auf alltägliche Probleme und Ereignisse richten. Dies ist von diversen körperlichen und psychischen Problemen begleitet und sollte mindestens über einen Zeitraum von sechs Monaten gehen.

  • Auch eine Angst zusammen mit einer depressiven Störung kann auftreten. Hierbei überwiegt keine der beiden Erkrankungen.

    1. Was sind die Angststörung Symptome?

Im Folgenden wollen wir kurz auf die wichtigsten Symptome der Angststörung eingehen. Diese lassen sich sowohl auf der körperlichen als auch auf der seelischen Ebene beobachten.

  • Herzrasen/ starkes Herzklopfen

  • Schwindel

  • Schweißausbrüche

  • Hitzewallungen oder Kälteschauer

  • Zittern

  • Kribbeln in Händen und Füßen sowie in anderen Gliedmaßen

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Übelkeit

  • Verstopfung oder Durchfall

  • Taubheitsgefühle

  • Gefühle starker Benommenheit

  • alles scheint sehr weit weg zu sein

  • Angst, sich zu blamieren oder verrückt zu werden

  • Angst zu sterben

  • Angst, in Ohnmacht zu fallen

  • erhöhte innere Anspannung

  • große Unruhe und Ruhelosigkeit

  • etc.

Damit eine genaue Diagnose erstellt werden kann, ist zunächst einmal ein gründlicher medizinischer Check vonnöten! Hierbei kann der behandelnde Arzt eine organische Ursache ausschließen. Zudem sollten folgende Kriterien vorliegen:

  • Die Angst übersteigt die „Gefährlichkeit“ der Situation.

  • Die Angstreaktionen sind deutlich länger, als es eigentlich notwendig wäre.

  • Die Angst kann durch den Betroffenen weder erklärt noch beeinflusst und bewältigt werden.

  • Die Ängste führen zu einer starken Beeinträchtigung im Alltag und im Leben.

  • Häufig wird dies von einem starken Rückzug bis hin zur totalen Isolation begleitet.