Angst vor Wasser

Du hast Angst vor Wasser – egal, ob nun flach oder tief? Doch was lässt sich gegen diese Aquaphobie tun? Und wie kann es eigentlich dazu kommen? Alle wichtigen Infos und Hintergründe findest Du in diesem Beitrag!


    1. Was ist die Angst vor Wasser?

Wie der Name es bereits andeutet, handelt es sich bei der Aqua- oder auch der Hydrophobie vor einer tief sitzenden Furcht vor Wasser. Diese kann unterschiedlich stark ausgebildet sein. So ist es zum Beispiel möglich, dass der Betreffende „nur“ eine Furcht vor tieferen Gewässern hat. In schwereren Fällen ist zu beobachten, dass nicht einmal mehr die Dusche oder die Badewanne genutzt werden können.

Sie gehört zu denjenigen spezifischen Ängsten, die am häufigsten vorkommen – bis zu 2 Prozent der Bevölkerung können hiervon betroffen sein.

      1. Was sind mögliche Angst vor Wasser Ursachen?

Pauschal lässt es sich natürlich nicht sagen, welche genaue Ursache bei dieser Phobie vorliegen. Meist gibt es auch nicht die eine Ursache, sondern es kommen diverse verschiedene Faktoren zusammen.

  • Viele der Betreffenden können jedoch nicht schwimmen.

  • Etwa, weil sie es als Kind nie gelernt haben.

  • Oder weil die Furcht vor Wasser dies irgendwann unmöglich machte.

In diesem Zusammenhang warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), dass mittlerweile lediglich die Hälfte aller Zehnjährigen souveräne und sichere Schwimmer sind! Verschärft wird dies unter anderem dadurch, dass der Schwimmunterricht in den Schulen immer häufiger vom Lehrplan verschwindet. Oder viele öffentliche Bäder aufgrund von Geldmangel geschlossen werden müssen.

  • Häufig kann auch ein traumatisches Erlebnis der Auslöser für die Angst vor dem Wasser sein.

  • Die Scham, nicht schwimmen zu können, wächst.

  • Und so lässt man sich immer neue Ausreden einfallen, um sich nicht in diese Situationen hinein begeben zu müssen.

Eine weitere Beobachtung: Viele Kinder bemerken, dass ein Elternteil (oder beide) nicht schwimmen können oder ebenfalls kein ungetrübtes Verhältnis zum Wasser haben. Diese Angst kann sich übertragen – mit mehr oder weniger gravierenden Folgen.

    1. Wie die Angst vor Wasser überwinden?

Doch wie lässt sich diese Phobie nun überwinden? Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Therapie Angebote in diesem Bereich. So werden seitens der DLRG beispielsweise diverse Kurse für Erwachsene angeboten.

  • Speziell ausgebildete Lehrer schaffen es so, den Teilnehmern nach und nach die Angst vor dem kühlen Nass zu nehmen.

  • Und diese schließlich zu besiegen.

Diese Kurse beginnen in der Regel mit sogenannten Wassereingewöhungsübungen. Hierbei müssen die Teilnehmer zunächst ihren Kopf unter das Wasser halten – für viele ist allein die Vorstellung davon schon sehr schlimm. Gefolgt wird dies von Übungen wie dem „Toten Mann“, bei welcher der Schwimmschüler nahezu bewegungslos auf seinem Rücken treibt. Auf diese Weise lernen die Teilnehmer, dass selbst Nichtschwimmer nicht untergehen müssen – eine wertvolle Erkenntnis und Erfahrung.

  • Erst danach geht es mit dem eigentlichen Schwimmen lernen los.

  • Dabei wird vor allem auf die richtigen Atem- und Armtechnik geachtet.

Erfahrene Schwimmlehrer reden dabei viel mit ihren Schülern, um sie auf diese Weise von ihrer Angst ablenken zu können. So schwimmen sie, ohne dabei groß nachzudenken. Und es kann sich in Sachen Koordination der Arme und Beine ein gewisser Automatismus einstellen.

  • Optimal wäre es natürlich, wieder stärker auf eine höhere Schwimmfähigkeit zu achten.

  • Dies gilt besonders für diejenige der Kinder.

  • Auf diese Weise können sie ein gutes Verhältnis zum Wasser entwickeln.

  • Und diesem angstfrei begegnen.

Es kann aber auch sein, dass die Angst vor dem Wasser sehr tief sitzt. In diesem Fall sollte der Schwimmunterricht von einer Psychotherapie begleitet werden. Auch hier, das haben die Erfahrungen gezeigt, sind die Heilungschancen insgesamt sehr gut.