Angst vor Berührungen

Der Gedanke, dass Dir jemand zu nahe kommen könnte, löst schieres Entsetzen in Dir aus? Und Du hast eine tiefe Abneigung vor Berührungen? Doch was steckt hinter dieser Phobie? Und was kannst Du tun, um diese endlich zu überwinden? In unserem Beitrag erfährst Du alle wichtigen Antworten!


    1. Was ist der Angst vor Berührungen Fachbegriff?

Die Angst vor Berührungen gehört zu der Gruppe der sogenannten spezifischen Phobien. Also den Ängsten, die auf eine ganz bestimmte Situation bezogen sind. In der Fachsprache wird diese Angst als Aphesmophobie bezeichnet.

Dabei ist häufig die Furcht vorherrschend, anderen die Hände schütteln zu müssen. Und auf diese Weise Krankheiten übertragen zu bekommen. Oder den „Dreck“ der Anderen „übernehmen“ zu müssen.

      1. Was sind die Angst vor Berührungen Gründe?

Im vorigen Abschnitt sind wir ja bereits auf einen wesentlichen – den offensichtlichsten – Grund eingegangen. Doch steckt hinter dieser Phobie noch mehr. In der Regel handelt es sich dabei nämlich um eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Unfähigkeit, Anderen nahe zu kommen – auf diversen Ebenen. Sich auf diese eine Situation einzulassen und Vertrauen zu anderen aufzubauen.

  • Die Gründe hierfür können verschiedener Natur sein.

  • In der Regel lassen sich die Auslöser und Ursachen jedoch in der Kindheit suchen.

So kann es beispielsweise traumatische Erlebnisse gegeben haben. Oder man hat als Kind beobachtet, wie unwohl sich ein Elternteil in Gegenwart von Anderen fühlte. Diese Furcht kann sich auf das Kind übertragen – und schließlich zu einer ausgewachsenen Phobie werden.

Häufig ist auch zu beobachten, dass sich der Betroffene äußerst unwohl in seiner eigenen Haut fühlt. Dass er sich nicht entspannen kann – in Gegenwart von anderen schon gar nicht. Und auch deshalb wird vor einem näheren Kontakt zurückgescheut.

    1. Wie die Angst vor Berührungen überwinden?

Doch was lässt sich nun gegen diese Angst tun, die, sofern man nichts unternimmt, immer weiter an Raum gewinnt? Und im extremen Fall sogar in einer kompletten sozialen Isolation endet?

  • Der erste Schritt ist es, sich seine Angst einzugestehen.

  • Und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ja, das ist kein leichter Schritt – und doch ein so notwendiger! Leider wird dies jedoch von vielen verdrängt – sei es aus Scham oder aus der Furcht heraus, auf Unverständnis zu stoßen. Und so kann es mitunter Jahre dauern, bis man bereit ist, sich seinen Ängsten zu stellen.

Am effektivsten hat sich in dieser Hinsicht eine Therapie erwiesen. Etwa in Form einer Konfrontations- oder Verhaltenstherapie. Hierbei lernt der Betroffene, wie er Berührungen Schritt für Schritt zulassen kann.

  • Das geschieht, indem die gefürchtete Situation nachgestellt wird.

  • In Begleitung des Therapeuten begibt man sich nun in eben diese Situation hinein.

  • Dabei wird der Schwierigkeitsgrad nach und nach immer weiter gesteigert.

  • Bis man sich fähig und willens fühlt, Berührungen von Anderen wirklich zuzulassen.

Auch das Aufschreiben hilft – etwa in ein spezielles Angsttagebuch. Hierin kannst Du genau festhalten, wie es Dir beim dem Gedanken an Berührungen geht. Welche Vorsichtsmaßnahmen Du ergreifst – und was das Schlimmste ist, was Dir in dieser Hinsicht passieren könnte. Indem dies alles schwarz auf weiß festgehalten wird, werden die Ängste klarer. Und es ist einfacher, mit ihnen auf adäquate Weise umzugehen…

      1. Was gibt es zu der Angst vor Berührungen Therapie noch zu wissen?

Wichtig ist, dass Du Dich selbst nicht drängst – beziehungsweise nicht von Deiner Umgebung drängen lässt. Jeder hat in der Hinsicht sein eigenes Tempo. Und eine Angst, die über Jahre hinweg Zeit hatte, sich zu entwickeln, wird nicht gleich nach der ersten Sitzung verschwinden! Daher: Versuche, den Druck aus dem Ganzen herauszunehmen. Und Dich einfach auf die Therapie einzulassen…